über das Projekt

PerpetuuMobile 2.3.
über den Raum, das Projekt und Verknüpfungen…

Ein Perpetuum mobile (von lat. „sich ständig Bewegendes“, Pl. Perpetua mobilia) ist eine hypothetische Konstruktion, die – einmal in Gang gesetzt – ewig in Bewegung bleibt. Das Konzept widerspricht eigentlich der Energieerhaltung, da das Perpetuum mobile Arbeit verrichten oder Nutzenergie bereitstellen soll, ohne dass ihr von außen Energie zugeführt wird.1

Die Idee davon eine Dynamik oder eine Bewegung zu haben, die, einmal ausgelöst, nicht mehr aufhört sich zu Bewegen und zu Wirken. Der Wunsch die Idee umzusetzen ist wahrscheinlich ein sehr alter. Gerade für Menschen die ständig mit (kleinen und) großen Widerständen zu kämpfen haben, ist ein sich derart bewegen können wichtig. Beruhigend die Vorstellung, dass ein kleiner Gedanke – zum Beispiel, dass ein jeder Mensch ein Recht darauf hat “Gut! zu Leben” – sich immer weiter durchsetzten würde. Schön der Gedanke, dass die damit aufkommende Solidarität mehr bedeuten würde, als nur Worte, welche zu Staub zerfielen. Eine Solidarität, die sich im praktischen dauerhaften und gegenseitigen Unterstützen auslebt. Die dadurch entstehende Selbstorganisation würde sich dann, ebenso wie der damit einhergehende energetische Prozess, leicht und freudvoll entfalten, Staats-Grenzen wären vergessen, Arbeiten würde Spaß machen und Geld wäre wohl eher überflüssig. Ein breites Miteinander verschiedener sozialer Geschlechter, Hautfarben, Religionen, Gruppierungen, etc. – bunte gesellschaftliche Systeme also – die nebeneinander jeweils ohne Machtanspruch stehen.

Im praktischen Alltag für diese Ansprüche und Ideen, die Menschen als Wunsch in sich tragen, einzustehen, bedeutet u.a., mit Machtansprüchen konfrontiert zu werden und diesen entgegenzuwirken. Es bedeutet den Mut aufzubringen, eigene soziale Konstrukte zu leben. Davon auszugehen, dass die Beteiligten automatisch frei von erlebten Prägungen seien, wäre absurd. Ein ständiges Auseinandersetzen und Hinterfragen eigener Vorurteile und Prägungen, ist wichtig, um ein Offenbleiben für Andere(s) zu leben.

Das PerpetuuMobile 2.3
ist das zweite dauerhafte Raumprojekt im KuKuMA Netzwerk. Die Räumlichkeiten in der Geibelgasse 23 im 15.Bezirk wurden zuvor unter dem Namen “uoqbon” als Vereinslokal geführt. Nachdem sich diese Gruppe aufgelöst hat, weht seit dem Sommer 2011 nun ein frischer Wind: es wird umgebaut, an einer neuen Struktur gebastelt und es gibt einen neuen Namen. Verschiedene Arbeitsbereiche sind in Betrieb:

Die Siebdruckerei bietet sämtliches Equipment zum drucken und gestalten, sowie Leute mit dem nötigen Know-how.

Jeden Sonntag wird ab 17h von DuKo aufgekocht und ab 20h gibt es eine Volxküche mit Essen gegen freiwillige Spende.

Mit dem ZeugXPool bietet das PerpetuuMobile den Raum für verschiedenes Equimpent und Material, das sich bei den Netzwerk-Gruppen angesammelt hat. Somit wird es möglich, auf die vorhandenen Ressourcen wie eine Anlage, mobiles Küchen-Equipment, Zelt-Kuppel, sämtliche Kabel und vieles Andere zuzugreifen.

Die vegange Foodcoop bietet die Möglichkeit (biologische) Lebensmittel ohne Zwischenhandel auf Basis einer selbstorganisierten Kooperative zu beziehen. Damit werden faire Kooperationen und Preise im Direkthandel mit Bäuer*innen ermöglicht. Bei der Gemüseabholung ist immer eine Ansprechperson für allfälligen Fragen anzutreffen (auch für neugierige Neulinge) und Mitglieder können ihre Bestellungen abholen.

Jeden 1. Mittwoch gibt es um 20h ein Koordinationstreffen der am Raum beteiligten Gruppen.

Ein Mobile ist ein frei hängendes, ausbalanciertes, leichtes Gebilde, das schon von schwachem Luftzug bewegt wird. Der Begriff stammt aus dem Französischen (Adjektiv: mobile „beweglich, verstellbar, drehbar, lose, fig. lebhaft“, Substantiv: mobile „beweglicher Körper, fig. Motiv, Anlass, Beweggrund, Antrieb“).2

Übersicht & Öffnungstage:
PerpetuuMobile 2.3 – Geibelgasse 23, 1150 Wien
perpetuummobile@riseup.net

jeden Dienstag Vegan Foodcoop Gemüseabholung 17h30-18h30
jeden Sonntag: ab 17h Kochen ab 20h Du&Ko Vokü
jeden 1. Mittwoch 20h Koordinationstreffen
jeden 2. und 4. Donnerstag 18-22h offene Siebduck-Werkstatt
weitere Termine Siebdruckwerkstatt, Zeugxpool, etc.- auf Anfrage

2 Gedanken zu “über das Projekt

  1. Hallo, hier der Benno evtl. bekannt als Küchenrad-Benno/von Voküs.
    da ich siedeln muss (dieses Wochenende) und kurzfristig ein Auto nicht leihen kann, frage ich euch mal. Ihr habt doch Transporter – würdet ihr die für einen Umzug und eine Nutzungsspende verleihen?
    Würde mich über eine Antwort freuen
    LG
    Benno
    06802466501

  2. hallo liebes team,
    ich hätte eine frage. ich bräuchte zwei belichtete Siebdruckrahmen. würde das eben sehr gerne selbst ausprobiere anstatt zu bestellen und wollte nun fragen wie das bei euch so lauft? kann man da einen rahmen kaufen und gleich belichten? hab ihr tipps und tricks wie man sich so eine druckstation dann selbst baut?
    vielen dank und einen tollen Gruß
    sarah.

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